Metall-Wühlmausfalle richtig im geöffneten Gang der Gartenerde gestellt
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Wühlmausfallen richtig stellen und fangen

Fallen sind die zuverlässigste giftfreie Methode gegen Wühlmäuse - aber nur, wenn man sie richtig einsetzt. Die meisten Fehlversuche scheitern nicht an der Falle, sondern an der Wahl des Gangs und der Vorbereitung.

Erst bestimmen, dann fangen

Bevor Sie eine Falle stellen, müssen Sie sicher sein, dass es sich um eine Wühlmaus handelt und nicht um den geschützten Maulwurf. Der Maulwurf darf weder gefangen noch getötet werden - eine Falle für ihn ist verboten und kann teuer werden. Wie Sie die beiden anhand von Haufen und Gängen unterscheiden, zeigt der Beitrag Gänge und Erdhaufen richtig deuten.

Welche Fallen sich bewährt haben

Für den Garten haben sich vor allem zwei Bauarten durchgesetzt:

  • Zangen- oder Schlagfallen aus Metall oder Kunststoff (etwa die bekannten Modelle aus Chromstahl oder Kunststoff): Sie werden senkrecht von oben in den Gang eingeführt und lösen aus, sobald die Maus den Auslösedraht berührt. Sie brauchen meist keinen Köder.
  • Bayerische Drahtfallen (Zangenfallen): Sie werden waagerecht in den geöffneten Gang gesetzt und gespannt. Sie lösen oft nur aus einer Laufrichtung aus, weshalb man immer zwei Fallen gegenläufig stellt.

Lebendfallen sind ebenfalls möglich, erfordern aber mehrmals tägliche Kontrolle und ein durchdachtes Aussetzen weit entfernt vom Garten - sonst kehren die Tiere zurück.

Schritt für Schritt zur richtig gestellten Falle

  1. Aktiven Gang finden: Stechen Sie mit einem Stab nahe einem frischen Erdhaufen in den Boden, bis Sie in etwa 10 bis 15 cm Tiefe in den Hohlraum des Gangs rutschen.
  2. Gang vorsichtig öffnen: Legen Sie mit einer Pflanzkelle ein Stück des Hauptgangs frei, ohne ihn einzudrücken. Tieflaufende Hauptgänge sind ergiebiger als oberflächliche Nebengänge.
  3. Aktivität prüfen: Öffnen Sie den Gang und warten Sie einige Stunden. Verschließt die Maus die Stelle wieder, ist der Gang bewohnt.
  4. Falle einsetzen: Setzen Sie die gespannte Falle nach Herstelleranleitung in den Gang. Bei richtungsabhängigen Fallen zwei Stück gegenläufig.
  5. Abdunkeln: Decken Sie die Einführöffnung mit einem Brett, einem Eimer oder Erde ab. Fällt Licht oder Luftzug in den Gang, wird die Maus misstrauisch und schiebt die Falle zu.

Geruch und Sauberkeit

Wühlmäuse sind misstrauisch gegenüber fremden Gerüchen. Fassen Sie die Falle möglichst mit Handschuhen an oder reiben Sie sie mit Erde ein, damit der Hand- und Metallgeruch nicht warnt. Neue Fallen vorher etwas einwittern lassen hilft zusätzlich.

Kontrolle und Geduld

Kontrollieren Sie die Fallen mindestens einmal täglich - bei Lebendfallen mehrmals. Fängt eine Falle nach zwei bis drei Tagen nichts, ist der Gang vermutlich inaktiv oder die Falle ungeschickt platziert: an eine andere, geprüft aktive Stelle versetzen. Da Wühlmäuse weitverzweigte Systeme bewohnen, lohnt es sich, mehrere Fallen gleichzeitig zu betreiben. Die ganze Vorgehensweise im Zusammenhang beschreibt Wühlmäuse selbst bekämpfen.

Sicherheit zuerst: Gespannte Schlagfallen entwickeln erhebliche Kraft. Halten Sie Finger vom Auslöser fern, nutzen Sie zum Lösen einen Stab und bewahren Sie ungespannte Fallen außer Reichweite von Kindern auf.

Den richtigen Gang finden - der wichtigste Schritt

Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet weniger die Falle als die Wahl der Stelle. Wühlmäuse legen Haupt- und Nebengänge an. Die flachen Nebengänge dienen der Nahrungssuche und werden unregelmäßig genutzt; die tieferen Hauptgänge, oft in 10 bis 20 cm Tiefe, sind die Verbindungswege, die die Tiere zuverlässig und mehrmals täglich durchlaufen. Genau dort gehört die Falle hin. Mit einem Suchstab tasten Sie zwischen zwei frischen Haufen nach dem Hohlraum des Hauptgangs - ein plötzliches Nachgeben des Stabs verrät ihn. Setzen Sie die Falle nicht direkt unter einen Erdhaufen, sondern in den Laufgang dazwischen.

Jahreszeit und Geduld

Am ergiebigsten ist das Fangen im Frühjahr und Herbst, wenn die Tiere besonders aktiv und auf Wanderschaft sind. Im Hochsommer und bei Frost ist die Aktivität geringer und die Bekämpfung mühsamer. Rechnen Sie nicht mit einem einzigen Fang: Ein Gartenrevier beherbergt oft mehrere Tiere, und nach einem erfolgreichen Fang können weitere nachwandern. Kontrollieren Sie deshalb auch nach dem ersten Erfolg weiter auf frische Spuren und lassen Sie die Fallen einige Tage im Einsatz, bis keine neuen Haufen mehr entstehen.

Rechtlicher Rahmen

Das Stellen von Fallen berührt Tierschutz- und teils Jagdrecht. Erlaubt sind nur Fallen, die sofort und sicher töten (oder unversehrt lebend fangen); sie dürfen ausschließlich gezielt gegen die nicht geschützte Wühlmaus eingesetzt werden und müssen so platziert sein, dass keine anderen Tiere - vor allem nicht der Maulwurf - zu Schaden kommen. Im Zweifel ist die sichere Artbestimmung Pflicht. Bleibt der Erfolg aus oder ist die Bestimmung unklar, hilft das BIOVEX-Netzwerk mit fachkundigen Schädlingsbekämpfern weiter.

Häufige Fragen

Brauche ich einen Köder für die Wühlmausfalle?

Die meisten Schlag- und Drahtfallen funktionieren ohne Köder, weil sie im Gang auslösen, sobald die Maus durchläuft. Optional kann man Sellerie- oder Möhrenstücke nutzen. Entscheidender als der Köder sind ein aktiver Gang und das Abdunkeln der Öffnung.

Warum schiebt die Wühlmaus die Falle einfach zu?

Meist, weil Licht oder Luftzug in den geöffneten Gang dringt. Wühlmäuse reagieren darauf, indem sie die Stelle verschließen - und drücken dabei die Falle mit Erde zu. Decken Sie die Öffnung daher immer licht- und luftdicht ab.

Wie viele Fallen sollte ich aufstellen?

Eine einzelne Falle reicht selten. Wühlmäuse bewohnen weitverzweigte Gangsysteme, daher sollten Sie mehrere Fallen gleichzeitig an verschiedenen aktiven Gängen einsetzen und richtungsabhängige Fallen immer gegenläufig paaren.

Wie oft muss ich die Fallen kontrollieren?

Schlagfallen mindestens einmal täglich, Lebendfallen mehrmals täglich, damit kein gefangenes Tier unnötig leidet. Fängt eine Falle nach zwei bis drei Tagen nichts, versetzen Sie sie an eine geprüft aktive Stelle.

Sind Wühlmausfallen für den Maulwurf gefährlich?

Ja - und das ist ein Problem. Der Maulwurf ist besonders geschützt und darf nicht gefangen werden. Stellen Sie Fallen nur in eindeutig als Wühlmaus bestätigten Gängen und niemals in Maulwurfgängen. Bei Unsicherheit zuerst die Art bestimmen.

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