Frischer Maulwurfshügel im Familiengarten neben Kinderspielzeug und Hundespielzeug auf dem Rasen
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Ist der Maulwurf gefährlich für Mensch, Hund und Garten?

Der Maulwurf ist für Menschen, Hunde und Pflanzen ungefährlich. Er beißt nicht von sich aus, überträgt keine bekannten Krankheiten und frisst keine Pflanzen – das größte Ärgernis bleiben seine Erdhügel.

Rund um den Maulwurf halten sich hartnäckige Sorgen: Ist er giftig? Beißt er Kinder oder Hunde? Überträgt er Krankheiten? Die kurze Antwort lautet in allen Fällen: nein. Der Maulwurf ist ein scheues, unterirdisch lebendes Tier, das dem Menschen aus dem Weg geht. Trotzdem lohnt ein sachlicher Blick auf die einzelnen Punkte.

Ist der Maulwurf gefährlich für Menschen?

Der Maulwurf stellt für den Menschen keine direkte Gefahr dar. Er beißt nicht aus Aggression, sucht keinen Kontakt und kommt kaum je an die Oberfläche. Da er sich fast ausschließlich unter der Erde aufhält, sind Begegnungen ohnehin selten. Anders als manche Nagetiere schädigt er auch keine Vorräte und stellt keine hygienische Bedrohung im Haus dar – er bleibt im Garten und im Boden.

Wie bei jedem Wildtier gilt allerdings: Man sollte einen Maulwurf nicht mit bloßen Händen greifen. Wird ein Wildtier festgehalten und fühlt sich bedroht, kann es sich mit einem Biss zur Wehr setzen. Das ist aber reine Notwehr und kommt nur vor, wenn man das Tier aktiv anfasst. Lässt man es in Ruhe, geht von ihm keinerlei Gefahr aus.

Was ist mit dem „giftigen" Speichel?

Gelegentlich liest man, der Speichel des Maulwurfs sei giftig. Tatsächlich enthält das Sekret Stoffe, die Regenwürmer lähmen – das nutzt der Maulwurf, um seine Beute lebend einzulagern. Dieser Mechanismus dient ausschließlich dem Beutefang und richtet sich nicht gegen größere Tiere oder Menschen. Für Mensch und Haustier ist der Maulwurfspeichel nicht gefährlich.

Überträgt der Maulwurf Krankheiten?

Für eine relevante Übertragung von Krankheiten auf den Menschen durch Maulwürfe gibt es keine belastbaren Hinweise. Da der Maulwurf kein Kulturfolger ist, nicht ins Haus kommt und keinen Kontakt zu Lebensmitteln hat, spielt er als Krankheitsüberträger im Alltag keine Rolle. Generell gilt der allgemeine Hygienegrundsatz, nach Gartenarbeit mit Erdkontakt die Hände zu waschen – das ist eine sinnvolle Routine unabhängig vom Maulwurf. Bei konkreten gesundheitlichen Fragen ist Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt die richtige Anlaufstelle.

Ist der Maulwurf gefährlich für Hunde und Katzen?

Vom Maulwurf selbst geht für Haustiere keine Gefahr aus. Hunde und Katzen graben allerdings gern an Maulwurfsgängen und buddeln dabei den Rasen auf – das ist eher ein Problem für den Garten als für das Tier. Wer einen jagdfreudigen Hund hat, sollte zudem bedenken, dass der Maulwurf geschützt ist: Auch ein vom Hund gefangener Maulwurf darf nicht absichtlich getötet werden.

Ist der Maulwurf gefährlich für den Garten?

Auch hier ist die Sorge meist unbegründet. Der Maulwurf ist ein reiner Fleischfresser und frisst keine Pflanzen, Wurzeln oder Zwiebeln. Er vertilgt im Gegenteil Bodenschädlinge wie Engerlinge und Drahtwürmer und lockert den Boden. Der einzige tatsächliche „Schaden" ist optischer Natur: die Erdhügel auf dem Rasen. Wer Wurzelschäden oder absterbende Pflanzen feststellt, hat es fast sicher mit einer Wühlmaus zu tun – siehe Maulwurf oder Wühlmaus?. Mehr zum Thema Schäden lesen Sie unter Welche Schäden richtet ein Maulwurf an?

Worauf man bei Kindern achten sollte

Spielen Kinder im Garten, geht vom Maulwurf keine Gefahr aus. Sinnvoll ist lediglich der allgemeine Hinweis, ein gefundenes Wildtier nicht anzufassen und nach dem Spielen im Garten die Hände zu waschen – beides aus generellen Hygiene- und Tierschutzgründen, nicht wegen einer spezifischen Gefahr durch den Maulwurf.

Warum die Angst meist unbegründet ist

Viele Sorgen rund um den Maulwurf entstehen durch Verwechslung mit anderen Tieren oder durch Übertreibung. Der Maulwurf ist kein Nagetier, das in Häuser eindringt, keine Ratte, die Vorräte plündert, und keine Wühlmaus, die Pflanzen zerstört. Er ist ein spezialisierter Insektenfresser, der unter der Erde bleibt und dem Menschen aktiv ausweicht. Begegnungen sind so selten, dass die meisten Gartenbesitzer in ihrem ganzen Leben keinen lebenden Maulwurf zu Gesicht bekommen – sie sehen nur die Hügel.

Richtiger Umgang, falls Sie doch einen finden

Sollten Sie ausnahmsweise einen Maulwurf an der Oberfläche antreffen – etwa ein abwanderndes Jungtier –, gilt: nicht anfassen, sondern in Ruhe lassen. Das Tier sucht sich von selbst wieder den Weg in den Boden. Verletzte oder hilflos wirkende Wildtiere meldet man am besten einer Wildtierauffangstation oder dem örtlichen Naturschutz. Da der Maulwurf geschützt ist, sollte man ihn ohnehin nicht eigenmächtig einfangen oder umsetzen.

Fazit

Vom Maulwurf geht für Mensch, Haustier, Kind und Pflanze keine Gefahr aus. Er ist scheu, nützlich und geschützt. Wer ihn in Ruhe lässt, hat von ihm nichts zu befürchten – das größte „Risiko" ist und bleibt der Anblick frischer Erdhügel im Rasen.

Häufige Fragen

Ist der Maulwurf giftig?

Nein. Sein Speichel enthält zwar Stoffe, die Regenwürmer lähmen, damit er sie als Vorrat lagern kann. Für Menschen und Haustiere ist dieses Sekret aber ungefährlich.

Beißt ein Maulwurf?

Von sich aus nicht. Nur wenn man ein Tier mit der Hand festhält und es sich bedroht fühlt, kann es sich mit einem Notwehrbiss wehren. Lässt man den Maulwurf in Ruhe, beißt er nicht.

Überträgt der Maulwurf Krankheiten auf den Menschen?

Dafür gibt es keine belastbaren Hinweise. Der Maulwurf kommt nicht ins Haus und hat keinen Kontakt zu Lebensmitteln. Wie nach jeder Gartenarbeit mit Erdkontakt ist Händewaschen sinnvoll. Bei konkreten gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.

Ist der Maulwurf gefährlich für meinen Hund?

Nein. Vom Maulwurf selbst geht keine Gefahr aus. Hunde buddeln allerdings gern an den Gängen und beschädigen dabei den Rasen. Beachten Sie außerdem, dass der Maulwurf geschützt ist und nicht absichtlich getötet werden darf.

Schadet der Maulwurf meinen Pflanzen?

Nein. Er frisst keine Pflanzen, Wurzeln oder Zwiebeln, sondern Bodentiere. Absterbende Pflanzen oder angefressene Wurzeln deuten auf eine Wühlmaus hin, nicht auf einen Maulwurf.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden, starken Reaktionen oder Unsicherheit suchen Sie bitte ärztlichen Rat.
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