Natürliche Bienenwabe unter dem Dachbalken auf dem Dachboden zum Erkennen eines Bienennests
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Bienennest erkennen: Aussehen, Ort und Anzeichen

Ein Bienennest erkennen Sie an den gelblichen Wachswaben und am ruhigen, dichten Bienenverkehr an einem festen Einflugloch. Typische Orte sind Hohlräume wie Schornsteine, Dachböden oder Mauerlücken.

Wie sieht ein Bienennest aus?

Ein Bienennest unterscheidet sich deutlich von dem, was viele erwarten. Honigbienen bauen ihre Behausung aus sechseckigen Wachswaben, die wachsgelb bis goldbraun gefärbt sind. Diese Waben hängen frei im gewählten Hohlraum und sind nicht von einer Hülle umgeben. Anders als ein Wespennest hat ein Bienennest also keine geschlossene Papierschale, sondern die offenen, parallel angeordneten Waben. Sichtbar wird das aber nur, wenn das Nest offen liegt, etwa in einem Dachstuhl oder einem alten Baum. In vielen Fällen sieht man das Nest selbst gar nicht, sondern nur den Bienenverkehr am Eingang.

Anzeichen für ein Bienennest

Oft verrät sich ein Nest, bevor man die Waben sieht. Achten Sie auf diese Hinweise:

  • Festes Einflugloch: Bienen fliegen regelmäßig dieselbe Stelle an, etwa eine Mauerfuge, einen Rollladenkasten oder eine Spalte unter dem Dach.
  • Reger, aber ruhiger Verkehr: ein stetiges Kommen und Gehen vieler Bienen, besonders an warmen Tagen.
  • Summen aus der Wand: ein gleichmäßiges, dauerhaftes Brummen aus einem Hohlraum.
  • Wachsgeruch oder Wachsreste: in der Nähe offener Nester gelegentlich wahrnehmbar.

Solche dauerhaften, festen Einfluglöcher sprechen für ein etabliertes Volk, nicht für einzelne durchziehende Bienen. Wie ein vorübergehend rastender Schwarm davon zu unterscheiden ist, erklärt Bienenschwarm im Garten.

Wo Bienen typischerweise nisten

Wilde Honigbienen suchen geschützte, dunkle Hohlräume. Klassische Orte am und im Haus sind:

  • verlassene oder selten genutzte Schornsteine
  • Dachböden und Zwischendecken
  • Hohlräume hinter der Fassade oder in Mauerlücken
  • Rollladenkästen und Verschalungen

Diese Vorliebe für Hohlräume erklärt, warum man das eigentliche Nest oft nicht sieht. Warum Bienen ausgerechnet ans Haus kommen, vertieft Woher kommen Bienen am Haus.

Bienennest, Wespennest oder Hummelnest?

Die häufigste Verwechslung ist die mit einem Wespennest. Ein Wespennest besteht aus grauem, papierartigem Material und ist meist kugel- oder tropfenförmig von einer Hülle umgeben. Beim Bienennest fehlt diese Hülle, die gelben Wachswaben liegen offen. Ein weiterer Unterschied: Bienennester können mehrere Jahre bestehen, während Wespen- und Hornissennester nur eine Saison überdauern. Die ausführliche Gegenüberstellung bietet Bienennest oder Wespennest.

Merksatz: Gelbe, offene Wachswaben deuten auf Bienen. Eine graue Papierkugel deutet auf Wespen oder Hornissen.

Saisonales Verhalten als Hinweis

Auch der Jahresverlauf hilft beim Einordnen. Ein Honigbienenvolk überwintert und ist deshalb das ganze Jahr an derselben Stelle. Im Frühjahr und Sommer ist der Verkehr am Einflugloch besonders rege, an warmen Tagen sieht man dichtes Kommen und Gehen. An kalten Wintertagen ruht das Volk dagegen weitgehend, ohne das Nest aufzugeben. Wer also weiß, dass an einer Stelle schon im Vorjahr Bienen waren, hat einen starken Hinweis auf ein etabliertes Honigbienennest, denn Wespen- und Hornissennester werden nie wiederbesiedelt. Ein weiteres Anzeichen für ein gesundes Volk im Hochsommer kann der sogenannte Bart sein: Bei großer Hitze hängen sich viele Bienen außen vor dem Einflugloch zusammen, um den Stock zu kühlen. Das wirkt dramatisch, ist aber völlig normales Verhalten.

Was tun, wenn Sie ein Bienennest gefunden haben?

Zunächst gilt: Ruhe bewahren und das Nest nicht stören. Bienen sind friedlich, solange man sie in Ruhe lässt. Versuchen Sie nicht, das Nest auf eigene Faust zu entfernen, mit Wasser auszuspülen oder mit Spray zu behandeln. Bienen sind streng geschützt, und ein Eingriff ist nicht nur verboten, sondern provoziert auch Abwehrverhalten. Sitzt das Nest an einer wirklich störenden oder gefährdenden Stelle, ist die fachgerechte Umsiedlung durch einen Imker der richtige Weg. Wer wofür zuständig ist, erklärt Imker oder Kammerjäger. Lässt sich das Nest selbst weder sicher zuordnen noch tierschutzgerecht erreichen, hilft das BIOVEX-Netzwerk bei der fachlichen Einschätzung und Vermittlung weiter.

Das Wichtigste in Kürze

Ein Bienennest erkennen Sie an gelblichen, offen liegenden Wachswaben und an einem festen Einflugloch mit ruhigem, regem Bienenverkehr, oft in Hohlräumen wie Schornstein, Dachboden oder Mauerlücke. Eine graue Papierkugel spricht dagegen für Wespen. Bienennester sind geschützt, daher gilt: nicht selbst entfernen, sondern beobachten und bei Bedarf eine Umsiedlung durch einen Imker veranlassen.

Häufige Fragen

Wie sieht ein Bienennest aus?

Ein Bienennest besteht aus sechseckigen, wachsgelben bis goldbraunen Waben, die offen im Hohlraum hängen und keine geschlossene Hülle haben. Oft sieht man das Nest selbst nicht, sondern nur den regen Bienenverkehr an einem festen Einflugloch.

Woran erkenne ich, dass Bienen in der Wand sind?

Typische Zeichen sind ein gleichmäßiges, dauerhaftes Summen aus dem Hohlraum, ein festes Einflugloch, das immer wieder angeflogen wird, und reger, aber ruhiger Bienenverkehr an warmen Tagen. Manchmal sind in der Nähe auch Wachsreste wahrnehmbar.

Wo bauen Bienen am Haus ihr Nest?

Wilde Honigbienen bevorzugen geschützte, dunkle Hohlräume. Häufige Stellen sind verlassene Schornsteine, Dachböden, Zwischendecken, Hohlräume hinter der Fassade, Mauerlücken sowie Rollladenkästen.

Wie unterscheide ich ein Bienen- von einem Wespennest?

Ein Bienennest zeigt offene, gelbe Wachswaben ohne Hülle. Ein Wespennest ist aus grauem, papierartigem Material gebaut und meist kugel- oder tropfenförmig von einer Schale umgeben. Bienennester können zudem mehrere Jahre bestehen, Wespennester nur eine Saison.

Darf ich ein Bienennest selbst entfernen?

Nein. Bienen sind streng geschützt, und das Entfernen oder Zerstören des Nestes ist in der Regel verboten. Stört das Nest erheblich, sollte ein Imker es fachgerecht umsiedeln. Eigene Versuche mit Wasser oder Spray sind tabu und provozieren nur Abwehrverhalten.
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