Holz-Mausefalle längs an der Sockelleiste
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Mausefalle richtig aufstellen

Eine Mausefalle fängt nur, wenn sie am richtigen Ort steht. Die meisten Fehlschläge liegen nicht an der Falle, sondern an der Platzierung. Wer weiß, wie Mäuse laufen, stellt die Falle so auf, dass das Tier fast zwangsläufig darüber muss – und steigert die Erfolgsquote enorm.

Mäuse laufen an Wänden entlang

Der wichtigste Grundsatz vorweg: Mäuse queren selten freie Flächen. Sie sind Fluchttiere und bewegen sich aus Sicherheitsgründen fast immer dicht an Wänden, Sockelleisten, hinter Möbeln und entlang von Kanten. Diese Laufwege verraten sich oft durch Kotkrümel, dunkle Schmierspuren (Fettränder vom Fell) oder Nagespuren. Genau dort – und nicht mitten im Raum – gehört die Falle hin.

Die richtige Ausrichtung

Bei klassischen Schnappfallen (Schlagfallen) kommt es auf die Ausrichtung an. Stellen Sie die Falle senkrecht zur Wand auf, sodass das beköderte Ende die Wand fast berührt. So läuft die Maus, die an der Wand entlangkommt, direkt mit dem Kopf voran auf den Auslöser zu. Stünde die Falle parallel zur Wand, könnte das Tier den Köder seitlich erreichen oder die Falle umgehen.

Alternativ kann man zwei Fallen mit den Köderenden zueinander (zur Wand zeigend) als Paar aufstellen – so ist die Maus aus beiden Anlauf­richtungen erfasst. Platzieren Sie Fallen außerdem in dunklen, ruhigen Ecken, hinter Geräten, in Schränken oder an Stellen, wo Sie Spuren entdeckt haben.

Genug Fallen aufstellen

Ein häufiger Fehler ist, mit einer einzigen Falle zu starten. Mäuse vermehren sich schnell, und ein Befall besteht fast nie aus nur einem Tier. Stellen Sie deshalb von Beginn an mehrere Fallen auf – als Faustregel mindestens zwei bis drei pro betroffenem Bereich, bei stärkerem Befall mehr. Lieber zu viele als zu wenige: Mehrere Fallen im Abstand von etwa zwei bis drei Metern entlang der Laufwege erhöhen die Chance, dass die Tiere schnell darübergehen.

Mit Köder vorfüttern

Misstrauische oder vorsichtige Mäuse meiden neue Gegenstände anfangs (man spricht von Neophobie, vor allem bei Ratten ausgeprägter). Ein bewährter Trick: Legen Sie die Falle die ersten ein bis zwei Tage unscharf, also nicht gespannt, mit Köder aus. So gewöhnen sich die Tiere daran, dort gefahrlos zu fressen. Erst danach spannen Sie die Falle. Das nimmt der Maus die Scheu und erhöht die Trefferquote spürbar. Welcher Köder dabei am besten zieht und wie Sie ihn richtig anbringen, lesen Sie im Beitrag Der beste Köder für die Mausefalle.

Hygiene beim Aufstellen

Fassen Sie Köder und Falle möglichst mit Einweghandschuhen an. Starke menschliche Gerüche oder Duftstoffe (Parfüm, Creme) können vorsichtige Tiere abschrecken. Die Handschuhe schützen Sie zugleich vor Krankheitserregern, die Mäuse über Kot und Urin verbreiten können.

Sicher aufstellen – Kinder und Haustiere

Schnappfallen können auch Finger oder Pfoten verletzen. Platzieren Sie Fallen so, dass Kinder und Haustiere nicht herankommen – hinter Möbeln, in geschlossenen Schränken oder in speziellen Köderboxen, die nur für Mäuse zugänglich sind. Solche Boxen schützen die Falle zusätzlich vor Staub und halten den Köder an Ort und Stelle.

Kontrolle und Geduld

Kontrollieren Sie die Fallen mindestens einmal täglich, am besten morgens, da Mäuse nachtaktiv sind. Entfernen Sie gefangene Tiere zeitnah, reinigen Sie die Falle und stellen Sie sie neu auf. Fängt eine Falle über Tage nichts, verändern Sie den Standort – wahrscheinlich liegt sie nicht auf einem Laufweg. Bleiben Sie dran: Es kann ein paar Nächte dauern, bis vorsichtige Tiere zugreifen.

Schnappfalle oder Lebendfalle?

Schnappfallen töten schnell, sofern sie korrekt auslösen, und gelten als zuverlässig. Wer die Tiere nicht töten möchte, kann zu einer Lebendfalle greifen – das verlangt aber engmaschige Kontrolle und ein durchdachtes Aussetzen, sonst ist es nicht tierschutzgerecht. Worauf dabei zu achten ist, erklärt der Beitrag Lebendfalle: Mäuse fangen und richtig aussetzen.

Die häufigsten Fehler auf einen Blick

  • Falle mitten im Raum statt an der Wand aufgestellt
  • parallel zur Wand statt senkrecht ausgerichtet
  • nur eine einzige Falle verwendet
  • sofort scharf gestellt, ohne Vorfüttern
  • zu viel oder lose aufgelegter Köder, den die Maus klauen kann
  • Falle mit bloßen, stark riechenden Händen angefasst
  • zu selten kontrolliert

Fazit

Die Falle gehört senkrecht zur Wand auf einen erkennbaren Laufweg, in ausreichender Zahl, idealerweise nach kurzem Vorfüttern und außer Reichweite von Kindern und Haustieren. Wer diese Punkte beachtet, holt aus einfachen Fallen die mit Abstand beste Wirkung heraus.

Häufige Fragen

Wie herum stelle ich eine Schnappfalle auf?

Senkrecht zur Wand, mit dem beköderten Ende fast an der Wand. So läuft die an der Wand entlangkommende Maus mit dem Kopf direkt auf den Auslöser zu. Parallel zur Wand aufgestellt, kann das Tier den Köder seitlich erreichen oder die Falle umgehen.

Wo stelle ich Mausefallen am besten auf?

Entlang der Laufwege an Wänden, Sockelleisten und hinter Möbeln, dort wo Sie Kot, Schmierspuren oder Nagespuren sehen. Mäuse meiden freie Flächen und laufen dicht an Kanten. Dunkle, ruhige Ecken sind ideal.

Wie viele Fallen brauche ich?

Mehrere. Als Faustregel mindestens zwei bis drei pro betroffenem Bereich, bei stärkerem Befall mehr, im Abstand von etwa zwei bis drei Metern entlang der Laufwege. Eine einzelne Falle reicht fast nie, weil ein Befall selten aus nur einem Tier besteht.

Warum geht keine Maus in meine Falle?

Meist liegt die Falle nicht auf einem Laufweg, ist falsch ausgerichtet oder die Tiere sind noch zu vorsichtig. Hilfreich ist, die Falle die ersten ein bis zwei Tage unscharf mit Köder auszulegen (Vorfüttern), sie mit Handschuhen anzufassen und den Standort zu wechseln, wenn nichts passiert.

Wie oft muss ich die Falle kontrollieren?

Mindestens einmal täglich, am besten morgens. Gefangene Tiere sollten zeitnah entfernt werden – aus hygienischen Gründen und, bei Lebendfallen, aus Tierschutzgründen, weil Mäuse ohne Futter und Wasser rasch leiden.
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