Katzenkorb mit Bürste und Zeckenkamm als Ausstattung zum Schutz vor Zecken bei der Katze
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Zecken bei der Katze: sicher entfernen und richtig schützen

Bei Katzen gilt eine besondere Regel: Viele Zeckenmittel für Hunde enthalten Permethrin und sind für Katzen lebensgefährlich. Sicheres Entfernen und ein katzengeeigneter Schutz sind deshalb Pflicht.

Freigängerkatzen bringen im Sommer regelmäßig Zecken mit. Das Entfernen funktioniert ähnlich wie beim Menschen, doch beim Schutz lauert eine ernste Gefahr, die viele unterschätzen: Katzen vertragen bestimmte Wirkstoffe nicht, die für Hunde unbedenklich sind. Dieser Beitrag ordnet das sachlich ein und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Vergiftungsverdacht oder Krankheitszeichen ist sofort die Tierarztpraxis oder ein Tiernotdienst zu kontaktieren.

Die wichtigste Warnung: Permethrin ist für Katzen giftig

Permethrin und verwandte synthetische Pyrethroide sind in vielen Spot-on-Präparaten und Sprays für Hunde enthalten. Katzen können diesen Wirkstoff nicht ausreichend abbauen, weil ihnen ein bestimmtes Leberenzym fehlt. Schon kleine Mengen können schwere Vergiftungen mit Muskelzittern, Krämpfen, Speicheln und Lebensgefahr auslösen.

Wenden Sie niemals ein Hundepräparat bei einer Katze an. Auch der enge Kontakt zwischen einem frisch mit Permethrin behandelten Hund und einer Katze kann gefährlich werden. Lesen Sie bei jedem Produkt die Kennzeichnung und verwenden Sie ausschließlich ausdrücklich für Katzen zugelassene Mittel.

Zeigt eine Katze nach Kontakt mit einem solchen Mittel Zittern, Krämpfe, starkes Speicheln oder Unruhe, ist das ein Notfall. Bringen Sie das Tier umgehend in tierärztliche Behandlung und nehmen Sie die Verpackung mit.

Zecke bei der Katze sicher entfernen

Das Vorgehen entspricht der bewährten Methode:

  • Mit Zeckenzange, Zeckenhaken oder feiner Pinzette möglichst nah an der Haut ansetzen.
  • Langsam und gerade nach oben herausziehen, ohne Drehen.
  • Die Zecke nicht quetschen, sonst kann Darminhalt mit Erregern in die Wunde gelangen.
  • Die Einstichstelle danach beobachten.

Kontrollieren Sie das Fell regelmäßig, besonders an Kopf, Hals, Ohren und unter dem Kinn. Eine allgemeine Schritt-für-Schritt-Anleitung steht unter Zecke richtig entfernen. Wird die Katze nach einem Stich auffällig matt, frisst nicht oder fiebert, gehört sie in tierärztliche Behandlung.

Welcher Zeckenschutz für Katzen geeignet ist

Für Katzen gibt es eigens zugelassene Präparate, deren Wirkstoffe verträglich sind. Häufig genutzt werden Spot-on-Mittel, die zwischen die Schulterblätter aufgetragen werden, sowie spezielle Halsbänder. Die Wirkdauer unterscheidet sich je nach Produkt. Welcher Wirkstoff und welches Wirkprinzip für Ihre Katze passt, hängt von Alter, Gesundheit und Lebensweise ab und sollte mit der Tierarztpraxis besprochen werden. Konkrete Produkte oder Dosierungen nennen wir hier bewusst nicht. Einen Überblick über die Darreichungsformen gibt der Beitrag Spot-On, Halsband oder Tablette.

Übertragbare Krankheiten

Katzen erkranken seltener sichtbar an Zeckenkrankheiten als Hunde, ganz ohne Risiko sind Zeckenstiche aber nicht. Auch hier gilt: Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer das Risiko einer Erregerübertragung. Krankheitszeichen sind unspezifisch, etwa Mattigkeit oder Fieber, und gehören tierärztlich abgeklärt. Selbstdiagnosen sind nicht ratsam.

Warum Katzen oft schwieriger zu schützen sind

Katzen stellen besondere Anforderungen an den Zeckenschutz. Sie putzen sich intensiv und nehmen dabei Wirkstoffe von der Haut auf, sie sind sehr empfindlich gegenüber bestimmten Substanzen, und Freigänger entziehen sich der täglichen Kontrolle leichter als ein Hund an der Leine. Deshalb ist die Wirkstoffwahl bei Katzen enger und sollte immer tierärztlich begleitet werden. Tabletten gegen Zecken sind bei Katzen weit weniger gebräuchlich als beim Hund, häufiger kommen für Katzen zugelassene Spot-ons oder Halsbänder zum Einsatz. Lassen Sie sich nicht von der Fülle frei verkäuflicher Produkte verunsichern, entscheidend ist die ausdrückliche Zulassung für Katzen.

Regelmäßige Kontrolle als Schlüssel

Weil kein Mittel hundertprozentig schützt, ist die regelmäßige Kontrolle der Katze nach Freigang besonders wichtig. Gewöhnen Sie Ihre Katze früh an das Abtasten von Kopf, Hals und Ohren, dann lässt sich eine festsitzende Zecke schnell finden und entfernen. Je kürzer eine Zecke saugt, desto geringer das Risiko einer Erregerübertragung. Bei reinen Wohnungskatzen ohne Freigang ist das Zeckenrisiko gering, ganz ausgeschlossen ist es aber nicht, etwa wenn ein Hund oder Mensch eine Zecke hereinträgt.

Wenn das Problem aus dem Garten kommt

Bringt eine Freigängerkatze auffällig viele Zecken mit, lohnt der Blick auf das Umfeld. Ein zeckenarmer Garten mit kurzem Rasen, wenig Laub und ohne Mäuseverstecke reduziert das Aufkommen, mehr dazu unter Garten zeckenfrei machen. Bei einem massiven, hartnäckigen Befall auf dem Grundstück hilft die fachliche Begutachtung durch das BIOVEX-Netzwerk, das die Ursache, meist Wirtstiere und feuchte Rückzugsräume, gezielt eingrenzt.

Häufige Fragen

Warum ist Permethrin für Katzen so gefährlich?

Katzen fehlt ein Leberenzym, um Permethrin und verwandte Pyrethroide abzubauen. Schon kleine Mengen können schwere Vergiftungen mit Muskelzittern, Krämpfen und Lebensgefahr auslösen. Hundepräparate mit Permethrin dürfen niemals bei Katzen angewendet werden.

Darf ich ein Zeckenmittel für Hunde bei meiner Katze nutzen?

Nein, niemals ohne tierärztliche Freigabe. Viele Hundeprodukte enthalten für Katzen giftige Wirkstoffe. Verwenden Sie ausschließlich ausdrücklich für Katzen zugelassene Präparate und lesen Sie immer die Kennzeichnung.

Wie entferne ich eine Zecke bei der Katze?

Mit Zeckenzange, Zeckenhaken oder feiner Pinzette nah an der Haut ansetzen und langsam gerade nach oben ziehen, ohne Drehen und ohne Quetschen. Danach die Stelle beobachten und die Katze bei Mattigkeit oder Fieber tierärztlich vorstellen.

Was tun bei Vergiftungsverdacht durch ein Zeckenmittel?

Zeigt die Katze Zittern, Krämpfe, starkes Speicheln oder Unruhe, ist das ein Notfall. Bringen Sie das Tier sofort in tierärztliche Behandlung oder zum Tiernotdienst und nehmen Sie die Produktverpackung mit.

Welcher Zeckenschutz ist für Katzen geeignet?

Nur eigens für Katzen zugelassene Präparate, etwa bestimmte Spot-ons oder Halsbänder mit verträglichen Wirkstoffen. Welches Mittel für Ihre Katze passt, hängt von Alter, Gesundheit und Lebensweise ab und sollte mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden, starken Reaktionen oder Unsicherheit suchen Sie bitte ärztlichen Rat.
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