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Asiatische Hornisse erkennen und melden

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die heimische Bienen und Insekten unter Druck setzt. Wer sie sicher erkennt und korrekt meldet, hilft Behörden und Imkern, ihre Ausbreitung zu beobachten und einzudämmen.

Was die Asiatische Hornisse besonders macht

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich über Frankreich nach Mitteleuropa ausgebreitet. In Deutschland gilt sie als invasive Art und unterliegt einem behördlichen Management nach der EU-Verordnung 1143/2014. Anders als die heimische Europäische Hornisse ist sie nicht im Sinne des Artenschutzes geschützt. Trotzdem sollten Sie nie selbst gegen ein Nest vorgehen, denn die Tiere verteidigen es energisch und die Nester hängen oft hoch und schwer zugänglich.

So erkennen Sie die Asiatische Hornisse

Im Vergleich zur heimischen Art ist sie kleiner und deutlich dunkler. Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Größe: etwa 2 bis 3 Zentimeter, also tendenziell kleiner als die Europäische Hornisse.
  • Körperfarbe: Brust und Hinterleib überwiegend schwarz bis dunkelbraun, nur ein breites gelb-oranges Band am hinteren Hinterleib.
  • Beine: auffällig gelbe Beinenden, daher der Beiname "Gelbfußhornisse".
  • Gesicht: orange gefärbt, der Kopf von oben dunkel.

Die heimische Hornisse ist dagegen größer und trägt viel Rotbraun. Eine vollständige Gegenüberstellung finden Sie unter Hornissenarten unterscheiden.

Das Nest der Asiatischen Hornisse

Typisch sind kugel- bis birnenförmige Nester, die häufig sehr hoch in Baumkronen sitzen und im Sommer von Laub verdeckt sind. Im Frühjahr können kleinere Primärnester auch an geschützten Stellen wie Schuppen, Carports oder Hecken hängen. Ein seitlicher Einflug am unteren Teil des Nestes ist ein weiteres Erkennungsmerkmal. Bemerken Sie reges Treiben hoch oben in einem Baum, kann das ein Hinweis sein. Mehr zum Thema unter Hornissennest erkennen.

Warum die Asiatische Hornisse problematisch ist

Die Art jagt bevorzugt Honigbienen und kann vor Bienenstöcken auf Beute lauern. Für Imkereien bedeutet das Stress und Verluste für die Völker. Auch andere Insekten gehören zu ihrer Beute. Für den Menschen ist ihr Stich nicht gefährlicher als der anderer Hornissen oder Wespen, solange keine Allergie vorliegt. Die ökologische Sorge betrifft also vor allem die heimische Insektenwelt, nicht die unmittelbare Gefahr für Menschen.

Wie und wo Sie eine Sichtung melden

Eine zuverlässige Meldung hilft, die Ausbreitung zu dokumentieren. Gehen Sie so vor:

  1. Foto machen: Fotografieren Sie das Tier oder Nest aus sicherer Entfernung mit Zoom. Ohne Bild ist eine Bestätigung kaum möglich.
  2. Standort notieren: genaue Adresse oder GPS-Koordinaten festhalten.
  3. Melden: über die Meldeplattform Ihres Bundeslandes oder über die bundesweite Meldeaktion des NABU. Viele Bundesländer haben eigene Online-Formulare bei den Landesumweltämtern.

Abstand halten ist dabei oberstes Gebot. Nähern Sie sich dem Nest nicht und versuchen Sie keine eigenen Maßnahmen. Die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse ist eine Aufgabe für geschulte Fachleute mit Schutzausrüstung und passender Technik.

Wie die Art nach Europa kam

Die Asiatische Hornisse wurde vermutlich um 2004 mit Warenlieferungen nach Südwestfrankreich eingeschleppt und hat sich von dort über weite Teile West- und Mitteleuropas ausgebreitet. In Deutschland wurden die ersten Nachweise im Südwesten dokumentiert, inzwischen tritt die Art in mehreren Regionen auf. Seit 2025 gilt sie in Deutschland als weit verbreitete invasive Art und wird gemäß der EU-Verordnung 1143/2014 behördlich gemanagt. Das bedeutet vor allem: systematisches Beobachten, Melden und, wo nötig, fachgerechtes Entfernen von Nestern durch geschulte Stellen. Für Privatpersonen ist der wichtigste Beitrag das verlässliche Melden von Sichtungen.

Warum ein Foto so wichtig ist

Verwechslungen mit der heimischen Hornisse oder mit großen Wespen sind häufig. Eine Meldung ohne Bild lässt sich kaum bestätigen und bindet unnötig Kapazitäten bei den auswertenden Stellen. Ein scharfes Foto, auf dem die gelben Beinenden, der dunkle Körper und die einzelne gelb-orange Binde erkennbar sind, ermöglicht dagegen eine sichere Bestimmung. Fotografieren Sie aus sicherer Entfernung mit Zoom, niemals aus der Nähe des Nestes. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich überhaupt um eine Hornisse handelt, hilft zunächst der Beitrag Hornisse erkennen.

Was Sie nicht tun sollten

  • Kein Nest selbst bekämpfen, abschlagen oder mit Wasser, Feuer oder Insektensprays angreifen. Das ist gefährlich und kann das Volk reizen.
  • Keine Verwechslung riskieren: Wer voreilig handelt, schädigt womöglich die geschützte heimische Hornisse.
  • Nicht abwarten, ohne zu melden. Frühe Meldungen sind für das behördliche Management am wertvollsten.

Wer hilft weiter?

Erste Anlaufstellen sind die untere Naturschutzbehörde, das Landesumweltamt und örtliche Imkervereine. Geht es um die fachgerechte Entfernung eines bestätigten Nestes, sind dafür geschulte Hornissenberater oder spezialisierte Fachbetriebe zuständig. Wie Sie die richtige Stelle finden, zeigt der Beitrag Hornissenberater oder Schädlingsbekämpfer.

Häufige Fragen

Ist die Asiatische Hornisse für Menschen gefährlich?

Ihr Stich ist nicht gefährlicher als der anderer Hornissen oder Wespen, solange keine Allergie vorliegt. Problematisch ist sie vor allem für heimische Honigbienen und Insekten, nicht als direkte Gefahr für den Menschen.

Wo melde ich eine Asiatische Hornisse?

Über die Meldeplattform Ihres Bundeslandes oder die bundesweite Meldeaktion des NABU. Wichtig sind ein Foto und der genaue Standort. Viele Landesumweltämter bieten dafür Online-Formulare an.

Darf ich ein Nest der Asiatischen Hornisse selbst entfernen?

Davon ist dringend abzuraten. Die Nester hängen oft hoch und werden energisch verteidigt. Die Entfernung gehört in die Hände geschulter Fachleute mit Schutzausrüstung. Melden Sie den Fund und lassen Sie Profis entscheiden.

Wie unterscheidet sich das Nest von dem der heimischen Hornisse?

Das Nest der Asiatischen Hornisse ist häufig kugel- bis birnenförmig und sitzt oft sehr hoch in Baumkronen mit seitlichem Einflug. Heimische Hornissen nisten dagegen meist in Hohlräumen mit Einflug von unten.

Ist die Asiatische Hornisse geschützt?

Nein, sie ist eine invasive Art und nicht im Sinne des Artenschutzes geschützt. Trotzdem sollten Sie nicht selbst aktiv werden, sondern Sichtungen melden und die Entfernung Fachleuten überlassen.

Hinweis: Diese Art ist gesetzlich geschützt. Töten, Fangen oder Entfernen des Nestes kann verboten und bußgeldbewehrt sein — wenden Sie sich an die untere Naturschutzbehörde.
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