Erste-Hilfe-Set mit Kühlpack zur Frage, ob Hummeln stechen und gefährlich sind
Ratgeber / Hummeln / Stechen Hummeln? Wie gefährlich sie sind

Stechen Hummeln? Wie gefährlich sie sind

Hummeln können stechen, tun es aber äußerst selten und nur zur Verteidigung des Nestes. Für gesunde Menschen ist ein Hummelstich meist harmlos – ernst wird es nur bei einer Insektengiftallergie.

Hummeln gelten zu Recht als die friedlichsten unter den heimischen Stechinsekten. Die Frage „Stechen Hummeln überhaupt?" lässt sich klar beantworten: Ja, sie können – aber sie tun es nur in absoluten Ausnahmefällen. Wer Abstand hält und das Nest nicht bedrängt, hat von Hummeln praktisch nichts zu befürchten.

Können Hummeln stechen?

Nur die weiblichen Tiere – Königinnen und Arbeiterinnen – besitzen einen Stachel. Die männlichen Drohnen haben keinen und können gar nicht stechen. Anders als die Honigbiene verliert die Hummel ihren Stachel beim Stechen nicht, weil er keine Widerhaken hat. Theoretisch könnte sie also mehrfach stechen. In der Praxis kommt das jedoch kaum vor, weil Hummeln extrem stechfaul sind.

Warum Hummeln so selten stechen

Hummeln sind nicht aggressiv und verteidigen ausschließlich ihr Nest. Beim Blütenbesuch oder im normalen Garten- und Hausalltag stechen sie so gut wie nie. Bevor eine Hummel zum Stachel greift, warnt sie meist deutlich: Sie hebt ein mittleres Bein an oder dreht sich auf den Rücken und streckt den Stachel entgegen – eine klare Drohgebärde. Wer dann zurückweicht, vermeidet den Stich. Zu einem Stich kommt es realistisch nur, wenn man eine Hummel quetscht, festhält oder dem Nest sehr nahe kommt und es bedroht.

Wie gefährlich ist ein Hummelstich?

Für die allermeisten Menschen ist ein Hummelstich harmlos. Er verursacht eine örtliche Reaktion: Schmerz an der Einstichstelle, Rötung, Schwellung und Juckreiz, die in der Regel nach einigen Stunden bis wenigen Tagen wieder abklingen. Das Stichgift selbst ist für gesunde Menschen ungefährlich. Wie man die Beschwerden lindert, lesen Sie unter Hummelstich behandeln.

Wann ein Stich ernst werden kann

Gefährlich wird ein Hummelstich vor allem bei einer Insektengiftallergie. Schätzungen zufolge reagiert etwa ein Prozent der Menschen allergisch auf das Stichgift. Bei ihnen kann es zu starken Reaktionen bis hin zu Atemnot oder Kreislaufproblemen kommen. Treten nach einem Stich Atemnot, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Quaddeln am ganzen Körper oder Schwellungen im Gesicht- und Halsbereich auf, ist das ein medizinischer Notfall – rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter 112. Auch Stiche im Mund- oder Rachenraum (etwa nach versehentlichem Verschlucken) sowie sehr viele Stiche gleichzeitig sollten ärztlich abgeklärt werden.

Wer weiß, dass er auf Insektengift allergisch reagiert, sollte ein vom Arzt verordnetes Notfallset griffbereit haben und die Allergie ärztlich behandeln lassen. Diese Hinweise ersetzen keine ärztliche Beratung – bei Unsicherheit wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder eine allergologische Praxis.

Beißen Hummeln auch?

Gelegentlich wird berichtet, Hummeln würden „beißen". Tatsächlich können sie mit ihren Mundwerkzeugen zwicken, etwa wenn man sie festhält. Das ist jedoch harmlos, dient nur der Verteidigung und hat mit dem Stich nichts zu tun. Eine ernsthafte Gefahr geht davon nicht aus. Auch hier gilt: Wer die Tiere in Ruhe lässt, hat nichts zu befürchten.

So vermeiden Sie Stiche zuverlässig

  • Abstand zum Nest halten: Bewegen Sie sich nicht direkt vor dem Nesteingang und versperren Sie nicht die Flugbahn.
  • Nicht nach Hummeln schlagen: Hektische Bewegungen wirken bedrohlich. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie das Tier abfliegen.
  • Tiere nicht quetschen: Die meisten Stiche passieren, wenn man versehentlich auf eine Hummel tritt oder sie mit der Hand erwischt. Im Garten daher barfuß auf blühenden Wiesen vorsichtig sein.
  • Nest nicht erschüttern: Klopfen, Rütteln oder das Verschließen des Eingangs reizt das Volk.

Sitzt ein Nest am Haus, lassen sich mit einfachen Mitteln wie einem Insektengitter einfliegende Tiere fernhalten, ohne das geschützte Nest anzutasten. Praktische Tipps dazu unter Hummeln vom Fenster fernhalten.

Hummelgift im Vergleich

Das Gift von Hummeln ähnelt dem von Honigbienen, die Stiche sind aber seltener, weil Hummeln so zurückhaltend sind. Eine Allergie gegen Bienengift kann mit einer Hummelgiftallergie einhergehen, muss es aber nicht. Eine genaue Einschätzung kann nur eine ärztliche Diagnostik liefern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hummeln stechen nur zur Nestverteidigung und warnen vorher.
  • Für gesunde Menschen ist ein Stich meist harmlos und örtlich begrenzt.
  • Bei Allergikern kann es gefährlich werden – im Zweifel ärztliche Hilfe oder den Notruf 112.
  • Hummeln stehen unter Naturschutz; Abstand halten schützt Mensch und Tier.

Wer das Nest am Haus duldet und einfach Abstand hält, vermeidet Stiche fast vollständig. Kommt es trotzdem einmal zu einem Stich, lesen Sie die richtige Versorgung unter Hummelstich behandeln.

Häufige Fragen

Stechen Hummeln überhaupt?

Ja, die weiblichen Tiere können stechen, tun es aber nur sehr selten und ausschließlich zur Verteidigung des Nestes. Drohnen (Männchen) haben gar keinen Stachel. Beim normalen Blütenbesuch stechen Hummeln praktisch nie.

Verliert die Hummel beim Stechen ihren Stachel?

Nein. Anders als die Honigbiene hat die Hummel keinen Widerhaken am Stachel und kann ihn zurückziehen. Theoretisch könnte sie mehrfach stechen, in der Praxis kommt es dazu aber kaum.

Ist ein Hummelstich gefährlich?

Für gesunde Menschen meist nicht. Es entsteht eine örtliche Reaktion mit Rötung, Schwellung und Juckreiz. Gefährlich wird es nur bei einer Insektengiftallergie oder bei Stichen im Mund-/Rachenraum.

Wann muss ich nach einem Hummelstich zum Arzt?

Sofort den Notruf 112 wählen bei Atemnot, Schwindel, Herzrasen, Quaddeln am ganzen Körper oder Schwellungen im Gesicht- und Halsbereich. Auch Stiche im Mund/Rachen und sehr viele Stiche gehören ärztlich abgeklärt.

Warnt eine Hummel, bevor sie sticht?

Ja. Fühlt sie sich bedroht, hebt sie oft ein Bein an oder dreht sich auf den Rücken und streckt den Stachel entgegen. Wer dann Abstand nimmt, vermeidet den Stich zuverlässig.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden, starken Reaktionen oder Unsicherheit suchen Sie bitte ärztlichen Rat.
DIY gescheitert oder Befall zu groß? Über das BIOVEX-Netzwerk finden Sie den geprüften Fachbetrieb in Ihrer Stadt in NRW.
Standort finden
BIOVEX Schädlingsbekämpfung — der IHK-zertifizierte Fachverbund für professionelle Schädlingsbekämpfung in NRW. Mit eigenen Standorten im Ruhrgebiet und in Düsseldorf.
© BIOVEX Schädlingsbekämpfung · Inhaber Jasin Murati