Kostenvoranschlag mit Euro-Beträgen für die Umsiedlung eines Hummelnests
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Was kostet die Umsiedlung eines Hummelnests?

Die behördliche Genehmigung zur Umsiedlung ist oft kostenlos oder günstig, die Arbeit eines Fachbetriebs kostet je nach Aufwand meist zwischen rund 80 und 300 Euro. Hier finden Sie realistische Preisspannen und die Faktoren dahinter.

Was eine Hummelumsiedlung kostet, lässt sich nicht mit einem festen Preis beantworten – es hängt stark vom Einzelfall ab. Grundsätzlich setzen sich die Kosten aus zwei Teilen zusammen: der behördlichen Genehmigung und der eigentlichen fachlichen Arbeit am Nest. Die folgenden Spannen sind Orientierungswerte mit Stand 2026; ein verbindliches Angebot gibt immer erst die Begutachtung vor Ort.

Die Genehmigung: oft kostenlos oder gering

Da bei einer Umsiedlung das Volk erhalten bleibt, ist die Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde häufig kostenlos. Manche Behörden erheben eine kleine Verwaltungsgebühr, die je nach Bundesland und Aufwand typischerweise im niedrigen zweistelligen Bereich liegt – etwa um die 30 Euro. Wie Sie die Genehmigung beantragen, lesen Sie unter Genehmigung zur Umsiedlung beantragen.

Die Umsiedlung durch Fachleute

Den größeren Posten macht die fachliche Arbeit aus. Je nach Region, Aufwand und ausführender Stelle bewegen sich die Kosten meist in dieser Größenordnung:

  • Ehrenamtliche Hummelberater: Viele Naturschutzverbände und ehrenamtliche Berater siedeln Nester gegen eine geringe Aufwandsentschädigung oder Spende um. Das ist die günstigste Variante, hängt aber von der Verfügbarkeit ab.
  • Fachbetrieb, einfacher Fall: Bei gut zugänglichem Nest sind grob 80 bis 150 Euro üblich.
  • Fachbetrieb, aufwendiger Fall: Sitzt das Nest schwer erreichbar in der Fassade, im Dach oder hinter Verkleidungen, oder ist eine Höhensicherung nötig, sind 150 bis 300 Euro oder mehr realistisch.

Welche Faktoren den Preis bestimmen

Ob es günstig oder teuer wird, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Zugänglichkeit: Ein frei liegendes Nest ist schnell erledigt, ein in der Wand verstecktes erfordert das Öffnen von Bauteilen.
  • Höhe und Lage: Arbeiten am Dach oder mit Leiter/Hebebühne kosten mehr.
  • Größe und Entwicklungsstand des Volkes: Ein junges, kleines Volk ist einfacher umzusetzen als ein großes im Hochsommer.
  • Anfahrt: Lange Wege schlagen sich im Preis nieder.
  • Uhrzeit: Einsätze am Abend oder Wochenende können teurer sein.

Ein Rechenbeispiel zur Einordnung

Damit die Spannen greifbarer werden, ein typisches Szenario: Ein Erdhummelnest sitzt gut zugänglich im Rollladenkasten im Erdgeschoss, eine Allergie im Haushalt macht die Umsiedlung nötig. Die Behörde erteilt die Genehmigung kostenlos. Ein ortsansässiger Fachbetrieb setzt das Volk an einem Werktag tagsüber um – ohne Hebebühne, mit kurzer Anfahrt. In so einem Fall liegt die Rechnung erfahrungsgemäß im unteren bis mittleren Bereich, also grob um 100 bis 180 Euro. Sitzt dasselbe Nest dagegen im zweiten Obergeschoss hinter einer Fassadenverkleidung, kommen Höhensicherung und das Öffnen von Bauteilen hinzu, und der Betrag kann sich verdoppeln.

Übernimmt eine Versicherung die Kosten?

In der Regel nicht. Weder Hausrat- noch Gebäudeversicherung decken die Umsiedlung von Insektennestern üblicherweise ab, da kein versicherter Schaden entsteht – Hummeln richten ja keinen Bauschaden an. Einzelne Tarife enthalten Zusatzbausteine; ein Blick in die Police oder eine kurze Nachfrage beim Versicherer schafft Klarheit. Verlassen sollten Sie sich darauf aber nicht.

Sparen ohne Risiko

Den meisten Spielraum bietet die Frage, ob eine Umsiedlung überhaupt nötig ist. Da Hummeln keine Bauschäden anrichten, stechfaul sind und ihr Volk sich im Herbst von selbst auflöst, ist Dulden in den allermeisten Fällen die kostenlose und beste Lösung – siehe Hummeln dulden und fördern. Wer doch eine Umsiedlung braucht, fragt zuerst bei der Naturschutzbehörde nach ehrenamtlichen Beratern, bevor er einen kostenpflichtigen Betrieb beauftragt.

Hüten Sie sich vor Anbietern, die ein Hummelnest pauschal "entfernen" wollen, ohne Genehmigung und ohne Umsiedlung. Das ist verboten und schadet geschützten Tieren. Seriöse Fachleute arbeiten immer mit behördlicher Genehmigung.

Wer zahlt?

In Mietverhältnissen ist meist der Vermieter für die Beseitigung zuständig. Welche Regeln dabei gelten und wann Mietminderung möglich ist, erklärt der Beitrag Hummelnest in der Mietwohnung: Wer zahlt?. Bei Unsicherheit über die Kostenübernahme hilft der Mieterverein weiter.

Häufige Fragen

Was kostet die Umsiedlung eines Hummelnests?

Die behördliche Genehmigung ist oft kostenlos oder kostet wenige zehn Euro. Die fachliche Umsiedlung liegt meist zwischen rund 80 und 300 Euro, je nach Zugänglichkeit, Höhe und Aufwand. Werte mit Stand 2026.

Ist die Genehmigung kostenpflichtig?

Oft nicht, weil das Volk erhalten bleibt. Manche Behörden erheben eine geringe Verwaltungsgebühr im niedrigen zweistelligen Bereich, etwa um 30 Euro. Das variiert je nach Bundesland.

Warum schwanken die Preise so stark?

Entscheidend sind Zugänglichkeit, Höhe und Lage des Nestes, die Größe des Volkes, die Anfahrt und die Uhrzeit. Ein frei liegendes Nest ist günstig, ein in der Fassade verstecktes deutlich teurer.

Gibt es eine günstige oder kostenlose Möglichkeit?

Ja. Viele ehrenamtliche Hummelberater siedeln gegen eine kleine Aufwandsentschädigung oder Spende um. Die Untere Naturschutzbehörde vermittelt solche Ansprechpartner. Am günstigsten ist es, das Volk wenn möglich einfach zu dulden.

Wer trägt die Kosten in einer Mietwohnung?

In der Regel der Vermieter, da die Beseitigung Sache der Instandhaltung ist. Bei Streit über die Kostenübernahme hilft der örtliche Mieterverein weiter.

Hinweis: Alle Preise sind unverbindliche Spannen (Stand 2026) — der tatsächliche Preis hängt von Befall, Objekt und Aufwand ab. Holen Sie ein konkretes Angebot ein.
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